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Übersetzt von Angelika Kutsch
Carlsen Verlag GmbH
Oktober 2001 - kartoniert - 239 Seiten
'Carlsen Taschenbuch'.
Empfohlen ab 12 Jahre.
3.Auflage.
Bei dem Bild einer Insel im Meer hat man schöne Assoziationen: Sonne, Palmen, Strand und ein leckeres Eis. Aber es gibt auch andere Inseln: in Schweden zum Beispiel kann die Küste steinig sein, und die Sonne scheint nicht immer. Steffi versucht den traurigen Abschied von den Eltern in Wien für die noch kleine Schwester Nelli zu erleichtern, indem sie von ihren Wünschen und Träumen erzählt, aber die Wirklichkeit ist für sie selbst um so härter. Einige Familien in Schweden haben sich bereit erklärt, jüdische Kinder aufzunehmen, bis deren Eltern eine Auswanderungsgenehmigung, aus dem von den Nazis besetzten Österreich erhalten. Ihre Motivationen dafür sind sehr unterschiedlich. Die kleine Nelli hat Glück, sie kommt in eine große Familie und kann ein Stück "Bullerbü" erleben. Aber Steffi ist schon bald sehr verzweifelt, denn Tante Märta scheint sehr kalt und herzlos, und Onkel Evert, der sich ihr liebevoll zuwendet, ist Fischer und kaum zuhause. Aber auch Tante Märta hat eine Sehnsucht, und als Steffi keine Hoffnung mehr sieht und in ihrer Einsamkeit unterzugehen droht, öffnet sich Märtas rauhe Schale. Dieses Buch ist so besonders berührend, weil es von einem scheinbar harmlosen Aspekt der Naziverfolgungen sehr sensibel berichtet: wie traurig auch das Schicksal der Überlebenden sein konnte. Steffi ist ein ungewöhnlich mutiges, starkes und kluges Mädchen, und doch zerbricht sie fast an ihrer Heimatlosigkeit. Erst als die "Retter" das begreifen, können sie wirklich helfen und Steffi eine neues Leben ermöglichen.
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